Erklärung .

Angesichts der schwierigen Einordnung von Rückenschmerzen hat sich eine einfache Einteilung nach unkomplizierten, komplizierten und alarmierenden Rückenschmerzen bewährt. Rückenschmerz ist nicht gleich Rückenschmerz. Warum sind Rückenschmerzen keine Erkrankungen? 

Rückenschmerzen kennt jeder. Etwa 80 Prozent der Bevölkerung leiden mindestens einmal im Leben unter Schmerzen im Bereich des Rückens. Doch wo sitzen die Schmerzen und wie werden sie erlebt? Schmerzt der Nacken, der Rücken oder das Kreuz? Leiden Sie unter Verspannungen, Verstauchungsschmerzen oder bohrenden Nervenschmerzen? Rückenschmerz ist eben nicht gleich Rückenschmerz und Rückenschmerz bedeutet nicht zwangsläufig Rückenschaden.


Gesundheit ist nicht alles,

aber ohne Gesundheit ist alles nichts


Das liegt daran, dass Rückenschmerzen keine Erkrankung an sich, sondern ein Syndrom sind. Ein Syndrom ist eine Sammlung von verschiedenen Krankheitszeichen mit verschiedenen Ursachen, die zu unterschiedlichen Problemen führen können. Manchmal (aber Gott sei Dank nur selten) sind Rückenschmerzen sogar eine Warnung. Als „rotes Flaggen Symptom“ weisen Sie dann auf eine ernste, mitunter lebensbedrohliche Erkrankungen hin.

Im Allgemeinen werden Beschwerden im Bereich der Wirbelsäule als Rückenschmerzen bezeichnet. Am häufigsten sind Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule (LWS- oder Lumbalsyndrom) mit circa 62 Prozent. Die Lendenwirbelsäule ist der untere Teil.

 

Zu den unmittelbar im Bereich der Wirbelsäule lokalisierten, „eigentlichen“ Rückenschmerzen addieren sich dann noch einmal die akuten oder chronischen Schmerzformen, die in den Segmenten der Wirbelsäule ihren Ausgang nehmen. Typische Vertreter sind die Kreuzschmerzen (Lumbago oder Hexenschuss), der Bandscheibenvorfall (Diskusprolaps), die Ischiasnervenreizung (Ischias), das Wirbelgleiten, die Wirbelgelenksarthrose, das Schleudertrauma und viele andere mehr. Sie sehen, dass sich hinter dem vertrauten Begriff „Rückenschmerz“ viele Erkrankungen, Beschwerden oder Fehlfunktionen des Körpers verbergen können. Deshalb kann die Diagnostik von Rückenschmerzen schon einmal einer Sisyphusarbeit gleichen und die Therapie zur Belastung Ihrer Geduld und Disziplin ausarten.

 

Allerdings haben über 70% der Patienten mit Rückenschmerzen keine orthopädische oder neurologische Erkrankung und sind nach 6 Wochen wieder beschwerdefrei.

Aus diesen Gründen hat sich eine einfache

  • Aufteilung der Rückenschmerzen in
    • unkomplizierte,
    • komplizierte und
    • alarmierende Rückenschmerzen

bewährt.

 

Welche Arten von Rückenschmerzen gibt es?

Komplizierte Rückenschmerzen

Komplizierte Rückenschmerzen ähneln den einfachen Rückenschmerzen, dauern aber länger an. Die Entstehung komplizierter Rückenschmerzen wird von vielen Faktoren beeinflusst, die weit über körperliche Einflüsse hinausgehen.

 

Alter,
Vererbung, Bewegungsmangel, Rauchen, Stress, Depressionen, Angstzustände, negative Einstellungen
und Übergewicht gehören ebenso dazu wie Schwerarbeit und krankheitsbedingte Fehlstellungen des Stütz- und Bewegungsapparates. Insgesamt neigen komplizierte Rückenschmerzen zur Chronifizierung.

Alarmierende Rückenschmerzen sind durch Begleitsymtome definiert, die auf einen schweren organischen Schaden hindeuten. Dazu gehören vor allen neurologische Symptome wie Sensibilitätsausfälle, Lähmungserscheinungen, Muskelschwäche, Gehbehinderung, Blasen- und Darmstörungen. Seltene Hinweise auf alarmierende Rückenschmerzen sind beispielsweise Fieber oder unklarer Gewichtsverlust. Alarmierende Rückenschmerzen sind dringend behandlungsbedürftig!

Die einfache Einteilung in unkomplizierte, komplizierte und alarmierende Rückenschmerzen hat sich auch bei der Untersuchung von Patienten bewährt. Die bei einer Untersuchung erhobenen Befunde werden in „Rote Flaggen“ und „Gelbe Flaggen“ Merkmale unterschieden. Gelbe Flaggen weisen auf zur Chronifizierung neigende komplizierte Rückenschmerzen hin, während rote Flaggen akute gefährliche Erkrankungen signalisieren.

Akute und chronische Rückenschmerzen

Viele Rückenschmerzen treten – wie bereits erwähnt – plötzlich und unvermutet auf. Solch plötzlich einsetzenden Rückenschmerzen sind akute Schmerzen. Sie dauern selten länger als sechs Wochen an. Rückenschmerzen, die länger als zwölf Wochen andauern, werden als chronisch bezeichnet.

  • Akute Rückenschmerzen (Schmerzdauer unter 6 Wochen)
  • Subakute Rückenschmerzen (Schmerzdauer zwischen 6 und 12 Wochen)
  • Chronische Rückenschmerzen (Schmerzdauer länger als 12 Wochen)

Rezidivierende Rückenschmerzen

Unter rezidivierenden Rückenschmerzen versteht man erneut auftretende Schmerzen nach einem schmerzfreien Zeitraum von mindestens sechs Monaten. Bei rund 60 Prozent der Patienten treten die Schmerzepisoden mehrmals im Jahr auf.

Weiter mit Rückenschmerzen und die Symptome

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

© Text-Quelle www.ihrarzt.de, das Patientenportal des DOUV e.V.  (Deutscher Orthopäden- und Unfallchirurgen Verband e.V.)

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